Geräte und Maschinen erneuern

19. März 2021

So finanzieren Sie die Backstube richtig

Spiralkneter, Hebekipper, Etagenbacköfen, Backstraßen, Rühr-, Knet- und Anschlagmaschinen: Die Liste der Spezialmaschinen in der Backstube ist lang. Ein Ausfall bedeutet im besten Fall nur eine Verzögerung. Im schlimmsten Fall können Produkte für längere Zeit nicht hergestellt werden, Umsatz bricht weg.

Doch auch ohne einen akuten Defekt lohnt es sich, den Maschinenbestand der Bäckerei auf neuestem Stand zu halten und alte Geräte auszutauschen, um technische Neuerungen zu nutzen und damit beispielsweise Energie- und Arbeitskosten einzusparen.

Finanzierungslösungen helfen bei hohen Anschaffungskosten

Auch wenn sich durch moderne, energieeffiziente Maschinen beispielsweise Stromkosten einsparen lassen, steht bei der Anschaffung meist ein hoher Preis auf der Rechnung. Selbst gebrauchte Maschinen gehen im Top-Segment in hohe 4- und 5-stellige Bereiche. Die Corona-Krise hat gezeigt, dass das Thema Liquidität für Unternehmer wichtiger denn je ist : Wer ohne freie Liquiditätsreserven in diese schwierige Zeit ging, zeitweise schließen musste, während Rechnungen und Gehaltszahlungen weiter beglichen werden musste, stand schnell am Abgrund.

Es empfiehlt sich daher, vorhandene freie Mittel nicht immer direkt zu investieren, sondern für Notfälle verfügbar zu halten. Oft herrscht immer noch im deutschen Unternehmertum – gerade im Handwerk – die Vorstellung vor: Wer finanzieren muss, hat nicht das Geld, um es sich zu kaufen. Von dieser Idee müssen sich Unternehmer gerade in heutigen Zeiten verabschieden. Denn oft ist das Gegenteil der Fall: Wer liquide ist, erhält von Banken und anderen Finanzanbietern deutlich bessere Konditionen. Bei wem die Zahlen nicht stimmen, der wird auch keine (kostengünstige) Finanzierung mehr erhalten.

Kredit, Leasing, Mietkauf: Optionen für den Maschinenkauf

Trotz Corona-Krise sind die Konditionen für gut wirtschaftende Unternehmen immer noch günstig. Daher lohnt sich ein Blick auf Kreditangebote von Banken sowie Fördermittel. Förderbanken wie die KfW bieten beispielsweise mit diversen Energieeffizienz- und Umweltprogrammen günstige Kredite für Unternehmen, die in Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs investieren.

Auch abseits traditioneller Darlehen und Förderkredite bieten Finanzanbieter kostensparende Optionen zur Finanzierung von Maschinen für die Backstube. Leasing und Mietkauf werden im Bäckerhandwerk immer beliebter, da durch festgeschriebene Leasingraten eine optimale Planungs- und Zinssicherheit herrscht und hohe Einmalbelastungen vermieden werden. Steuerliche Vorteile wie die Absetzbarkeit von Leasingraten kommen hinzu. Hier sollten Bäcker unbedingt ihren Steuerberater bitten, Sparpotenziale durch Leasingfinanzierungen zu prüfen.

Finanzanbieter für jede Finanzierungsart digital finden

Während viele Bäcker in Finanzierungsfragen immer noch den Weg zur Hausbank wählen, nutzen nun auch immer mehr Backbetriebe die Möglichkeiten der Digitalisierung. Digitale Plattformen zur gewerblichen Finanzierung übernehmen die Suche nach möglichst günstigen Anbietern – auch abseits traditioneller Banken. Beispielsweise gibt es diverse Leasinggesellschaften und Spezialfinanzierer für Maschinen, die besondere Konditionen für Bäckereien bereithalten. Durch ein großes Netzwerk angeschlossener Finanzierer entsteht eine Konkurrenzsituation: Die Banken und Leasinggesellschaften bewerben sich um die Finanzierung beim Betrieb – nicht umgekehrt. Zusätzlich spart man sich unnötige Banktermine, da die meisten Finanzierungen über Plattformen komplett digital abgewickelt werden können.

Ein weiterer Vorteil: Sowohl werksneue als auch gebrauchte Maschinen können bei einem vorliegenden Preis über Plattformen angefragt werden. Bäcker sollten nicht nur im Handwerk, sondern auch in Finanzierungsfragen mit der Zeit gehen.

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